Ericssons Private-5G-Lösungen bieten eine hochzuverlässige Konnektivität mit geringer Latenz für fortschrittliche industrielle Anwendungen.
CIMPOR, ein führender multinationaler Hersteller von Zement und Industriematerialien, hat in Zusammenarbeit mit Vodafone Portugal und Ericsson die Aktivierung eines privaten Mobilfunknetzes (Mobile Private Network, MPN) abgeschlossen. Mit der Inbetriebnahme des Standorts Souselas in Coimbra nutzen nun alle drei Hauptproduktionsstätten von CIMPOR in Portugal – Alhandra, Loulé und Souselas – maßgeschneiderte private 5G-Netze. Diese wurden speziell für die hohen Anforderungen in industriellen Umgebungen konzipiert.
Der standortübergreifende Rollout bietet eine flächendeckende 5G-Abdeckung mit extrem hoher Zuverlässigkeit und einer Latenzzeit von weniger als 10 Millisekunden. Die Netzwerke ermöglichen den gleichzeitigen Betrieb von IoT-Sensoren, autonomen Fahrzeugen und weiteren vernetzten Systemen. Dies erlaubt eine präzisere Anlagenüberwachung, gesteigerte operative Effizienz und mehr Sicherheit – selbst unter erschwerten Bedingungen wie Staub, Vibrationen und massiven Metallstrukturen.
Vodafone Portugal leitete die Installation, Parametrierung und Konfiguration der gesamten Funktechnik. Gemeinsam mit CIMPOR definierte das Unternehmen die Kernparameter und integrierte verschiedene industrielle Anwendungen in das Netzwerk. Zudem validierte Vodafone den vollständigen Betrieb sowohl für das private Netzwerk als auch für die damit verbundenen Anwendungsfälle.
Dank der privaten 5G-Lösung implementiert CIMPOR bereits heute fortschrittliche Technologien:
Die Erkenntnisse aus dem ersten Rollout beschleunigten die Implementierung an den weiteren Standorten. Damit verfügt CIMPOR über ein Modell, das sich flexibel auf zusätzliche Geschäftsbereiche übertragen lässt. Diese Basis ermöglicht eine tiefere Integration in die Produktionsprozesse der gesamten Gruppe und positioniert das Unternehmen ideal für künftige Innovationen in den Bereichen IoT, KI, Automatisierung, digitale Zwillinge und autonome Fahrzeuge.
Durch das private 5G-Netz wird vorausschauende Wartung ermöglicht, die signifikante finanzielle Vorteile verspricht und ungeplante Ausfälle sowie Produktionsunterbrechungen vermeidet. Basierend auf internen Bewertungen geht CIMPOR davon aus, dass eine optimierte Lagerhaltung und Wartung jährliche Einsparungen von bis zu 1 Mio. USD pro Werk generieren könnte.
Über die reine Anlagenoptimierung hinaus trägt die vernetzte Fertigungsumgebung bereits zu messbaren operativen Gewinnen bei. CIMPOR berichtet von ersten Effizienzsteigerungen in den vernetzten Produktionssystemen um etwa ein Prozent. Dies entspricht einem geschätzten jährlichen wirtschaftlichen Effekt von 10 bis 15 Mio. USD durch direkte und indirekte Einsparungen. Gleichzeitig sind diese Gewinne mit einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um rund 140.000 Tonnen verbunden. Dies unterstreicht die Bedeutung der Digitalisierung für die Produktivitäts- und Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens.
Berkan Fidan, Global Chief Technology Officer bei CIMPOR: „Die Implementierung privater 5G-Netze in unseren Werken ist ein entscheidender Schritt, um die Resilienz, Effizienz und Sicherheit unserer industriellen Abläufe zu stärken. Diese Technologie bildet das Fundament für eine neue Generation digitaler Anwendungen und ermöglicht uns eine präzisere und reaktionsschnellere Arbeitsweise. Dies ist erst der Anfang einer längeren Reise.“
Henrique Fonseca, Vorstandsmitglied für den Geschäftskundenbereich bei Vodafone Portugal: „Die 5G-Campusnetze in den drei CIMPOR-Fabriken demonstrieren nicht nur das klare Bekenntnis des Unternehmens zu einer nachhaltigen Zukunft, sondern unterstreichen auch die Rolle, die diese Netzwerke für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Industrie spielen. Durch Echtzeit-Kommunikation und großflächige Sensorik lassen sich Daten sofort interpretieren und vielfältige Fernzugriffe realisieren. Das erweitert die Reichweite dieser Fabriken weit über ihre physischen Standorte hinaus.“
Manish Tiwari, Leiter Enterprise 5G bei Ericsson: „Der Multi-Standort-Rollout bei CIMPOR zeigt, wie Ericsson Private 5G industrielle Abläufe im großen Maßstab transformieren kann. Da Unternehmen verstärkt auf automatisierte Echtzeitprozesse setzen, wächst der Bedarf an zuverlässigen privaten Mobilfunknetzen. Durch den replizierbaren Ansatz an drei Standorten verfügt CIMPOR nun über eine Blaupause, die global auf die gesamte Unternehmenspräsenz angewendet werden kann.“
Die Partnerschaft mit Vodafone Portugal und Ericsson ist ein wichtiger Meilenstein in der Modernisierungsstrategie von CIMPOR und festigt das Engagement für effizientere, wettbewerbsfähigere und nachhaltigere industrielle Abläufe.